Spielformen

Unsere Spezialität: Bei abendfüllenden Auftritten spielen wir vor allem Langformen im Improvisationstheater; diese versprühen einen gewissen Charme, sie sind tiefgründiger und jagen nicht dem schnellen Gag hinterher, sie sind meist ruhiger und entwickeln eine Geschichte tiefer gehend, können Charaktere ausführlicher darstellen, auch Entwicklungen zwischen den Spielenden detailliert darstellen. Das bedeutet, daß wir mit Vorgaben des Publikums arbeiten, die am Beginn des Abends vor Ort abgefragt werden, die dann in eine Geschichte eingebaut werden, die 60-120 min andauert. Vorgegeben ist nur der Rahmen und das Format, die Inhalte und die Geschichte selbst, deren Charaktere, Figuren, Wendungen und Höhepunkte sind nicht geplant, sondern im gemeinsamen Spiel der Akteur*Innen improvisiert. Was heißt das aber konkret? Was können Zusehende erwarten? Wir haben folgende Spielformen als Langformen im Repertoire:

Reigen – Inspiriert durch Arthur Schnitzlers gleichnamigem Roman von 1920: In einem Reigen von aufeinanderfolgenden Szenen treffen unterschiedliche Charaktere in immer wieder neuen personellen Konstellationen aufeinander, deren Verknüpfungen untereinander sich durch die Begegnungen entwickeln und so eine spontane Geschichte entstehen lassen. 5-6 Spielende, Dauer: 90 min.

Wohnzimmertheater – Buchen Sie uns für Ihr Zuhause! Freilich, es hat seinen Reiz, sich aufzuhübschen, das traute Heim zu verlassen und zusammen ins Theater zu gehen! Aber: Wir spielen auch in Ihrem Wohnzimmer, das für einen magischen Abend lang zu unserer Bühne wird. Sie laden Freunde, Nachbarn oder Familie ein und genießen einen privaten Theaterabend in den eigenen vier Wänden. Als Requisiten benutzen wir das, was im Wohnzimmer zu finden ist; wir spielen in und mit ihrem Raum. Danach sehen Sie Ihr Wohnzimmer mit ganz neuen Augen ;-)) Vier Spielende. Ein Theaterstück. Komplett improvisiert. Dauert 90 min. Gilt für Kiel und die nähere Umgebung. Kostet 250 Euro. Ideal zum Geburtstag oder als Theater to go, so zwischendurch!

Blind Date – Ein improvisiertes Stelldichein zweier Charaktere. Inspiriert durch die gleichnamige 6-teilige Sendung von Anke Engelke und Olli Dittrich (2000-2005 ausgestrahlt). Von uns für´s Theater umgearbeitet: Der Abend wird von zwei Schauspielenden bestritten. Diese werden am Beginn des Abends vom Publikum getrennt voneinander mit Namen, Beziehungen, sozialen Milieuzugehörigkeiten, Kostümstücken und kleinen Requisiten ausgestattet. Dann treffen sie unvorbereitet als Figuren aufeinander und es ergibt sich spontan eine Geschichte zwischen beiden. Die Figuren eröffnen dem Publikum einen Kosmos ihrer fiktiven Welten, die doch echt sein könnten, entfalten ihre Beziehung, die von Banalem, von Annäherung und Abstoßung, von Überraschungen und Wendungen geprägt ist. 2 Spielende, Dauer etwa 60-90 min.

Briefroman – Eine Folge von nie geschrieben, aber gesprochenen Briefen, bei der verschiedene Akteur*Innen ihre Erlebnisse miteinander reflektieren. Unser Vorbild ist Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“, in der der Protagonist seinem imaginären Freund seine Erlebnisse rund um Lotte schildert, in die er sich verliebt hatte. Der bei uns in die gegenwärtige Postmoderne gewendete Briefroman verhandelt aber auch andere Inhalte – nicht nur die Liebe. Das besondere an dieser „Lesung“ ohne Lesematerial ist eine tiefsinnige Gedankenführung, die eine besondere Ruhe und Intensität mit sich bringt – und dem Publikum Raum lässt für eigene Interpretationen und fiktive Anschlussmöglichkeiten. Dauer: etwa 60-120 min.

Krimimpro Totart – Abgeleitet aus dem TV-Krimiformat Tatort und für die Bühne adaptiert. Ein Verbrechen steht am Beginn des improvisierten Abends. Kommissar oder Kommissar*In ermitteln, verhören Zeug*Innen. Am Ende wird das Puzzlespiel aus Aussagen, Indizien und Beweisen zusammengefügt, womöglich auch das Verbrechen aufgeklärt, die Täter*Innen überführt – wenn es denn welche gegeben hat. 4-6 Spielende, Dauer: 60-100 min.

Antiquität – Ein vom Publikum mitgebrachter alter Gegenstand aus einem anderen Jahrhundert wird bespielt. Um ihn herum entsteht eine Geschichte, die von der Herstellung und dem Vertrieb über die Besitzerfolgen durch die Zeitläufe bis zur Gegenwart reicht und Einblicke in menschliche wie gegenständliche Schicksale liefert, wie sie sich hätten abspielen können. Eine anrührende und die Vergangenheit lebendig lassen werdende Reise durch die Zeit, die Generationen, die Nöte und Freuden und über die Hände, durch denen dieser Gegenstand hätte gehen können. 3-6 Spielende, Dauer 60-120 min.